Kopenhagen & die ersten Tage

War ja klar, dass ich faules Ding diesen Blog total vernachlässigen würde 😀 Jetzt ist es schon 10 Tage her, dass ich Deutschland verlassen habe, aber ich konnte mich irgendwie nicht aufraffen, etwas zu schreiben. Dafür kommt jetzt aber eine Kurzzusammenfassung der letzten Tage mit ganz vielen Fotos.

Okay, das mit den Fotos klappt irgendwie noch nicht, ich hoffe ich krieg das in den nächsten Tagen hin!

Nachdem ich mich am 12. 8 also unter großem Geheul von meiner Familie verabschiedet und den eineinhalbstündigen Flug verdöst hatte, kam in Kopenhagen angekommen erstmal der Schock: Koffer weg! Ich bin also erstmal zum völlig unterbesetzten Infoschalter, hab dort eine Nummer gezogen, die auch nach ner halben Stunde noch nicht dran war, gezogen und dort noch andere Leute von meinem Flug getroffen, die das gleiche Problem hatten. Nachdem wir uns ordentlich aufgeregt hatten, kam dann irgendwann eine weitere Maschine aus Frankfurt und mit ihr unsere Koffer. Bin ja ganz froh darüber, eine andere Austauschschülerin (die ist allerdings von Hannover, nicht von Frankfurt geflogen) hat ihren Koffer erst drei Tage später bekommen, aber es ist trotzdem eine Frechheit!

Nach der ganzen Aufregung sind wir erstmal ins Hostel gefahren und haben unsere Zimmer zugeteilt bekommen. Ich war mit einer anderen Deutschen, einer Australierin, einer Taiwanerin, einer Thailänderin und einer Italienerin auf dem Zimmer, aber wir haben eigentlich kaum Zeit dort verbracht.

Die nächsten Tage waren vollgestopft mit Programm: Wir hatten ein paar Stunden Seminar; waren in Tivoli, dem berühmten Vergnügungspark; haben eine Stadtrundfahrt gemacht, bei der wir die kleine Meerjungfrau, den alten Hafen und die Ostsee gesehen haben; beim Japaner ungenießbares Essen, das wirklich niemand, nicht mal die japanischen Austauschschüler, aufgegessen hat, und in einem Cafe, das wie eine Bücherei eingerichtet ist, gegessen; uns von einem ehemaligen taiwanischen Austauschschüler in Hotpants durch die Gegend scheuchen lassen (Liebe Grüße an Laura! :D); sind viele unnötige Wege gelaufen, weil die Leute von Explorius zwar alle supernett waren, aber irgendwie keinen Plan hatten und waren natürlich in Christiania, worauf ich mich am meisten gefreut hatte. Christiania ist eine autonome Freistadt inmitten von Kopenhagen, in der seit 1971 Hippies, Künstler und alle anderen, die Zuflucht suchen, leben. War auf jeden Fall sehr interessant! Nur in der Pusherstreet, in der Marihuana verkauft wird, darf man keine Fotos machen, weil die Angst haben, dass man die an die Polizei weitergeben könnte.

Auf jeden Fall ist Kopenhagen eine sehr schöne, enspannte Stadt. Der Baustil der Häuser gefällt mir sehr gut und hier fährt einfach jeder mit dem Fahrrad. Man sieht sogar Geschäftsmänner mit Anzug und Aktentasche durch die Gegend radeln.

Am Freitag, 15.08, mussten wir dann alle früh raus und es ging zurück zum Flughafen, um weiter nach Stockholm zu fliegen. Von dort aus haben Henry, ein chinesischer Austauschschüler, und ich den Zug nach Gävle genommen, wo wir von unserer Koordinatorin und meiner Gastmutter abgeholt wurden. Sie haben uns ganz lieb begrüßt und meine Gastmama und ich sind dann gleich nach Hause gefahren. Vorher haben wir nochmal kurz Halt gemacht, um bei Systembolaget Wein für die Schwester meiner Gastmutter zu kaufen. Das ist der einzige Laden in Schweden in dem man Alkohol kaufen kann und das war also das erste schwedische Geschäft, in dem ich war. 😀

Stockholm von oben

In dem kleinen roten Holzhaus, in dem ich von jetzt an wohnen werde, fühle ich mich richtig wohl. Es ist richtig schön gemütlich, hat einen kleinen Garten mit Apfelbaum und Kräuterbeet und ich muss nur 10 Meter laufen und bin im Wald.

Die nächsten Tage hat meine Gastmutter mir die Gegend gezeigt, wir waren auf einem Festival mit traditioneller schwedischer Musik, ich hab meinen Gastbruder kennen gelernt, wir waren Pfifferlinge suchen (ich hab irgendwann frustriert aufgegeben und einfach alle Blaubeersträuche in der näheren Umgebung leergefuttert) und auf einem Second Hand-Wohltätigkeitsmarkt, wo ich die ersten drei Harry Potter-Bände auf Schwedisch gekauft habe.

Die magere Pfifferlingausbeute

Montags war ich in der Schule und habe mein Programm gewählt. Ich bin jetzt im Medienprogramm, mal schauen wie das so wird. Am Mittwoch ging dann die Schule los, ich wäre vor Aufregung fast gestorben, aber die Lehrer waren total lieb und haben mir echt gut geholfen. Außerdem beginnt der Unterricht erst nächste Woche, die letzten Tag haben wir nur Organisatorisches besprochen (ich hab ein MacBook Pro bekommen!!) und gestern im Garten von einem Lehrer gegrillt. Die Leute in meiner Klasse kommen eigentlich alle ganz nett und lustig rüber, aber bisher hab ich nur mit 4 gesprochen. Der eine meinte, dass Schweden einfach nicht so gut im Smalltalk sind und das das schon noch wird. Hoffentlich! 🙂

So, das war erstmal das Wichtigste, glaube ich. Ich hoffe ihr genießt alle eure Ferien, wo immer ihr auch seid und habt besseres Wetter, hier regnet es nämlich die ganze Zeit 😦

Hab euch lieb! 🙂

 

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Ein Blog, ein Blog!

Hallo und herzlich Willkommen auf meinem Blog!

Wie unschwer zu erkennen, werde ich hier über mein Austauschjahr in Schweden berichten, wo ich ab August 2014 für 10 Monate bei einer Gastfamilie leben und zur Schule gehen werde. Der Blog ist hauptsächlich dafür da, um meine Verwandten und Freunde, aber natürlich auch andere Austauschschüler und sonstige Interessierte auf dem Laufen zu halten.

Bis es am 12. August 2014 endlich losgeht, ist es noch eine Weile hin, also wird es hier bis dahin wohl nicht allzu viel zu sehen geben, aber ich werde vielleicht ab und zu ein Update über die Vorbereitungstage oder meine Gastfamilie schreiben.

Ich freue mich natürlich über jeden, der meinen Blog halbwegs interessant findet oder sogar einen Kommenar hinterlässt.

Liebe Grüße & viel Spaß

Luise

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